Ich habe mich in den letzten Wochen intensiver mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung beschäftigt, da ich diese Absicherung für sehr wichtig halte. Dabei bin ich immer wieder über die Empfehlung gestolpert, vor einem offiziellen Antrag zunächst eine sogenannte anonyme Risikovoranfrage zu stellen. Der Hintergrund scheint zu sein, dass bei einer Ablehnung oder einem Risikozuschlag diese Information in einer Datenbank landet und spätere Anträge deutlich erschweren kann. Besonders bei Vorerkrankungen oder risikobehafteten Hobbys ist das anscheinend ein kritischer Punkt. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie zuverlässig solche anonymen Anfragen sind und ob alle Versicherer gleichermaßen darauf reagieren.
Gerade in Zeiten von Vergleichsportalen wie Check24 fühlt man sich schnell verleitet, einfach online einen Antrag durchzuspielen. Aber anscheinend kann das gravierende Folgen haben, wenn die erste Gesellschaft den Antrag ablehnt. Ich möchte deshalb herausfinden, wie genau eine anonyme Risikovoranfrage abläuft, ob man das selbst machen sollte oder besser über einen Makler, und welche Erfahrungen es damit gibt. Mein Ziel wäre es, die BU zu bekommen, ohne dass mir frühere Anfragen später zum Verhängnis werden.
Frage: Welche Erfahrungen habt ihr mit anonymen Risikovoranfragen bei der BU gemacht, und ist das tatsächlich der bessere Weg im Vergleich zu einem direkten Antrag?
Eine anonyme Risikovoranfrage ist in vielen Fällen der sinnvollste erste Schritt, bevor du einen offiziellen BU-Antrag stellst. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass deine persönlichen Daten nicht in die Hinweis- und Informationssysteme der Versicherer (HIS) eingetragen werden. So verhinderst du, dass spätere Anträge automatisch unter einem „schlechten Stern“ stehen, nur weil es bei einer früheren Gesellschaft eine Ablehnung oder Zuschläge gegeben hat.
Die Unterschiede zwischen den Versicherern sind oft erheblich. Ein und dieselbe Vorerkrankung kann bei Anbieter A zu einem Ausschluss führen, während Anbieter B den Vertrag zu ganz normalen Bedingungen annimmt. Ohne Voranfrage würdest du dieses Risiko erst im offiziellen Prozess feststellen – und dir dabei unter Umständen die Chancen bei anderen Gesellschaften verbauen. Genau deshalb setzen erfahrene Makler fast immer auf anonyme Voranfragen.
Auch für unklare Hobbys oder Berufsbilder macht dieser Schritt Sinn. Nicht jede Versicherung bewertet zum Beispiel Kampfsport, Tauchen oder bestimmte Tätigkeiten im Außendienst gleich streng. Mit einer anonymen Anfrage kannst du testen, wie die Reaktionen der Versicherer ausfallen, und dich dann gezielt für das beste Angebot entscheiden.
Wichtig ist allerdings, dass diese Anfrage professionell formuliert wird. Wenn du nur grob Angaben machst oder Diagnosen nicht sauber darstellst, kann das Ergebnis verfälscht sein. Ein spezialisierter Makler kennt die Stolperfallen und sorgt dafür, dass die Anfrage inhaltlich so neutral wie möglich bleibt, ohne wichtige Informationen zu verschweigen.
Einen guten Überblick, wie so etwas funktioniert, findest du hier: https://www.ufkb.de/blog/risikovoranfrage-bu-du. Dort wird sehr verständlich erklärt, wann sich diese Vorgehensweise lohnt, welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte und welche Beispiele aus der Praxis es gibt. Gerade die Fallbeispiele zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Einschätzungen der Versicherer ausfallen können.
Mein Fazit: Wenn du Vorerkrankungen hast, risikobehaftete Freizeitaktivitäten ausübst oder dein Beruf nicht eindeutig zuzuordnen ist, solltest du auf jeden Fall mit einer anonymen Risikovoranfrage starten. Sie verschafft dir Transparenz, schützt deine Daten und erhöht die Chance, am Ende die BU mit den besten Konditionen zu bekommen. Der direkte Antrag ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn du wirklich sicher bist, dass es keinerlei Stolperfallen in deiner Historie gibt.